Nicht nur in Welschbach kämpft man gegen den Wurzelkropf

Es war ein Schock voriges Jahr im August: Bei rund vierzig Rosen, insbesondere bei den Sorten Cherry Lady, Kupferkönigin und Rebell, wurde die äußerst ansteckende Bakterien-Infektion Wurzelkropf festgestellt (links Cherry Lady mit Wurzelkropf).  Alle befallenen Rosen mussten ausgegraben und vernichtet werden, fünf Jahre lang darf an ihrem Platz keine Rose gepflanzt werden.
Bei einem Besuch des Zweibrücker Rosengartens Anfang November zeigte sich nun, dass nicht nur die Rosenfreunde Welschbach mit dem Wurzelkropf zu kämpfen haben. In Zweibrücken geht man das Problem professionell an. Mittels geleaster Dampfinjektoren werden die Bakterien vernichtet. Rund 100 Quadratmeter groß sind die Flächen, auf denen jeweils eine Foliendämpfung vorgenommen wird. Die Folie, am Rand durch Sandsäcke und schwere Ketten gehalten, wird vom heißen Dampf  in der Mitte bis zu einem Meter hoch angehoben. Ein Arbeitsgang dauert vier Stunden. Bis in eine Tiefe von 30 cm wird die Erde Temperaturen von über 80
° ausgesetzt. Nicht nur der Wurzelkropf, alle Unkräuter und Unkrautsamen werden dabei vollständig abgetötet. Die Tätigkeit der Mikroorganismen kann sich sofort beim Abkühlungsvorgang des Bodens wieder entfalten. Unterstützt wird dieser Prozess durch Einbringung eines natürlichen Bodenaktivators auf Kompostbasis. Damit ist die optimale Voraussetzung für die sofortige Neubepflanzung geschaffen.

Heute weiß man: Die Anwendung von Heißdampf gilt als das beste und wirksamste Mittel zur Hygienisierung von kranken Böden.  Erstaunlich, dass dieses Verfahren uralt ist: Die Ägypter hatten zwar keine Dampfinjektoren, aber in ihren Breiten eine starke Sonne. Auf gewässerten Ackerflächen wurden die nassen Bodenschichten auf mehr als 70° erhitzt, der Boden dadurch hygienisiert und wiederbelebt.

 

 

 

 

Links: So bekämpft man den Wurzelkropf im Zweibrücker Rosengarten: per Foliendämpfung


Der Rosengarten – eine Station des Erlebnisweges  "Nach der Schicht"

Es war eine stattliche Zahl Interessierter, die sich trotz nasskalten Wetters frühmorgens am Tag der Deutschen Einheit am Welschbacher Sportplatz eingefunden hatten. In einer Schnupperwanderung sollte ein Teil des geplanten Erlebnis-wanderwegs „Nach der Schicht“ vorgestellt werden.
Erschienen war auch der Ortsrat von Welschbach, an seiner Spitze Ortsvorsteher Christian Petry. Der fand in seiner Begrüßung lobende Worte für Helmut Raber, sein Pendant von Hirzweiler. „Bei euch in Hirzweiler“, so Petry, „ist man uns mit gutem Beispiel vorangegangen. Am Erlebnisweg „Rund ums liebe Vieh“ konnten wir wunderbar sehen, wie man einen solchen Weg attraktiv gestaltet!“
Dann war es  Diplom-Geografin Christiane Nagel, die Einblicke in den Stand der Dinge gewährte. Seit 2011 leitet sie das Projekt, musste unzählige Hürden nehmen. Da waren die vielen oft mühsamen Gestattungsgespräche mit den Grundstücks-eigentümern, die nicht immer zum guten Ende führten, was eine Reihe von Wegänderungen zur Folge hatte. Jetzt aber liegt die Route fest, und auch die Finanzierung ist gesichert, nicht zuletzt dank überregionaler Zuschüsse.
„Ab Frühjahr 2017, wenn der Erlebnisweg "Nach der Schicht" eröffnet werden wird ", so Frau Nagel, „ kann der Wanderer auf einer Strecke von rund neun Kilometern an Hand von Informationstafeln Wissenswertes über das arbeitsreiche und oft auch beschwerliche Leben eines Bergmannes und seiner Familie um 1900 erleben. An sechs Standorten werden einige der Themenbereiche mit Figuren aus Corten-Stahl veranschaulicht".
Der Weg „Nach der Schicht“ führt an der Ostflanke des Welschbacher Rosengartens vorbei. Dieser Wegabschnitt wird aller Voraussicht nach ein Schutzwall sein gegen das Hochwasser, das dem Garten im Juni so zu schaffen machte.
Die Rosenfreunde sind stolz, mit ihrem Garten wesentlich zur Attraktion des Wanderweges beizutragen. Die Geschichte des Gartens ist übrigens eng mit der des saarländischen Bergbaus verknüpft. So schmerzlich der Niedergang der Kohleförderung in den 60er und 70er Jahren für unser Land war, für den Welschbacher Rosengarten hatte er eine äußerst positive Seite, denn Ende der 70er fand eine Reihe von früh pensionierten Welschbacher Bergleuten den Weg zu den Rosenfreunden. „Das waren Männer im besten Alter, hoch qualifiziert, bis hin zum Steiger“, erinnert sich Vereins-Urgestein Klaus Haupert, mittlerweile 86. „Die waren nicht nur unter Tage Meister ihres Fachs, die standen auch über Tage ihren Mann!“ 
Einem Tross ehemaliger Bergleute verdankt der Welschbacher Rosengarten also seine Pracht.  Komplimente aus berufenem Mund gab’s 1984 von Josef Raff, dem damaligen Präsidenten
der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde (GRF). Für ihn hatte Welschbach den schönsten der acht Rosengärten des Landkreises Neunkirchen.
So trug der Welschbacher Rosengarten wesentlich dazu bei, dass
der Landkreis Neunkirchen im Jahre 1985 von der GRF zum ersten und bislang einzigen Rosenkreis Deutschlands ernannt wurde.

 

Weitere Fotos, u. a. von Helmut Raber und Christian Petry, siehe Bilder   Nach der Schicht

 


Das Welschbacher Rosenfest – ein Fest für alle Sinne

Am ersten Sonntag im August war rundum allerhand los: Steffeskerb in Illingen, Dorffest in Stennweiler  –  die Garten- und Rosenfreunde Welschbach hatten es also bei ihrem Sommerfest mit hochkarätiger Konkurrenz zu tun. Wie man hört, sind aber alle Veranstalter auf ihre Kosten gekommen, Petrus sei Dank: Bei herrlichem Sonnen-schein haben große Volksscharen die  Festivitäten besucht. „Wir brauchen keine Angst zu haben“, verkündete Paul Petry schon im Vorfeld, „ wir haben unsere Stammgäste, die lassen uns nicht im Stich!“
Der Schatzmeister der Rosenfreunde behielt Recht, die Freunde des Rosengartens kamen in Scharen. Auch zahlreiche Ehrengäste waren erschienen. Rosenkönigin Aline I war gekommen, begleitet von Königinmutter Iris. Christian Petry, als Mitglied des Bundestages meist in Berlin, war ebenfalls da, schließlich ist er ja auch Ortsvorsteher von Welschbach. Außerdem konnte der Vereinsvorsitzende Wolfgang Groß gleich zwei Bürgermeister begrüßen: Dr. Armin König von Illingen und Birgit Müller-Closset von Eppelborn. Frau Müller-Closset hat großes Interesse am Wohlergehen „ihres“ Welschbacher Vereins, schließlich ist sie die neue Vorsitzende des Verbandes für Gartenbau und Landschaftspflege im Landkreis Neunkirchen.
Den Gästen wurde einiges geboten: Mittags gab’s Spieß- und Hackbraten, den Rest des Tages Rostwürste in verschiedenen Farben. Ein Highlight war wie jedes Jahr das reichhaltige Kuchenbüffet. Ein Renner war auch diesmal die Tombola. Die 800 Lose zum Preis von 50 Cents waren schon an frühen Nachmittag verkauft, es winkten schließlich tolle Preise. Tammy und Svenja Recktenwald freuten sich über den Hauptgewinn, eine viertägige Reise nach Berlin.
Das Rosengartenfest war ein Fest für alle Sinne: Fürs Auge prachtvolle Rosen und eine attraktive Rosenkönigin, für den Magen schmackhaftes Essen und erfrischende Getränke, fürs Ohr schöne Klänge. Der Männergesangverein Liederkranz unter Leitung von Dieter Eckstein erfreute die Gäste mit vertrauten Weisen. Die stimmgewaltige Formation ist  mittlerweile fester Bestandteil des Rosengartens. „Wir kommen immer sehr gerne“, bestätigt der MGV-Vorsitzende Günter Schüller, „feiern hier auch in schönster Umgebung regelmäßig unsere Vereinsfeste“. 
Das akustische Kontrastprogramm zum MGV lieferte Simon Maurer, 9-jähriger Preisträger beim Ottweiler Fest der Straßenmusikanten. Simon glänzte auf seinem Keyboard mit Ohrwürmern wie „The Entertainer“ oder „Tarantella“,  überraschte seine Zuhörer aber auch mit eigenen Kompositionen. Seine eifrigsten Bewunderer waren die im Rosen-garten erschienenen Kids. Die konnten es kaum glauben, dass ein Kleiner wie sie schon so groß aufspielen kann.
Besonders stolz ist man bei den Rosenfreunden auf die große Schar von Helfern und Helferinnen. Sie halten seit Jahren ihrem Club die Treue, ohne sie wäre eine solche Großveranstaltung nicht zu stemmen. Sie sorgen dafür, dass es den Besuchern gefällt, dass sie sich in geselliger Runde wohl fühlen. Das spiegelt sich dann in ihrem Konsum. Das Geld, das der Rosenverein an den verkauften Getränken, an Kaffee und Kuchen und an der Tombola verdient, ist höchst willkommen. Um die Blütenpracht im Garten zu sichern, müssen jedes Jahr  mehrere Hundert  neue Rosen gekauft werden.  Viel Geld und viel Mühe kostete die Beseitigung der Hochwasserschäden, es mussten unter Anderem neue Entwässerungsrohre gelegt werden.  Wenn, wie geplant, in absehbarer Zeit an der Ostflanke des Gartens der Erlebniswanderweg „Nach der  Schicht“ vorbeigeführt wird, könnte dies  eine neuerliche Überflutung verhindern. Im geplanten Weg sehen die Rosenfreunde eine große Chance. Vielleicht, so ihre Hoffnung, betritt der ein oder andere vorbei ziehende „Nomade“ den Garten und entdeckt in ihm das Paradies, das dazu einlädt, sesshaft zu werden…

 

Weitere Bilder siehe Bilder Rosenfest 2016


Ferienspaß im Rosengarten

Drei Vereine, ein Ziel: Der TV Illingen, der Schachclub Turm Illingen und die Rosenfreunde Welschbach wollten den Illinger Kids einen kurzweiligen Spiele-Nachmittag bescheren. Die Aktion im Rahmen des „Illinger Ferien-passes“ wurde rundum ein Erfolg: Etwa 50 Illinger Kinder kamen, unter ihnen ein Dutzend junger Syrer, in Begleitung ihrer Angehörigen. Das Gros der syrischen Kinder mischte gleich munter bei den Spielen mit, während ihre Begleitung im Garten lustwandelte oder eine der Bänke aufsuchte. Einige sprachen passabel deutsch, aber es wurde auch englisch und französisch gesprochen.
Initiator der Veranstaltung war Wolfgang Weber, Ehren-vorsitzender des SC Turm, Übungsleiter des TV Illingen und Vorstandsmitglied der Rosenfreunde. Unterstützt wurde er von einer Schar von Helfern. Ein Sonderlob verdiente sich Rosenfreund Klaus Düppre. Er schaffte das Kunststück, das von den Kids mitgebrachte, vielfältige Grillgut (Weck und Getränke waren frei) „Just in Time“ zu präsentieren.  
Weber hatte einen abwechslungsreichen Parcours aufgebaut. Mit Strickleitern ging es den Kirschbaum hoch und auf der anderen Seite wieder runter, auf einem gespannten Band wurde zwischen zwei Bäumen balanciert, im gut markierten Feld hieß es Ball über die Schnur oder Volleyball. Letzterer wurde zunächst in äußerst rustikaler Variante praktiziert, bis, oh Wunder, ein syrisches Fräulein auftauchte und sich mit der gestandenen Volleyballerin Margit Ernwein spektakuläre Ballwechsel lieferte.
Den schwierigsten Job hatten Svenja und Tammy Recktenwald an der Dosenwurf-Station. Svenja, im Triathlon zur Landesspitze der U16 gehörend, und Tammy, 11, jüngst zur besten Sportlerin des Gymnasiums Ottweiler gekürt, mussten im Affenzahn die Dosenpyramiden aufbauen und permanent den Querschlägern ihrer wurfgewaltigen Klientel ausweichen. Überhaupt wurde der Dosenwurf zum absoluten Hit. Motivation war nicht nur das faszinierende Scheppern der getroffenen Dosen, sondern auch die Aussicht auf süßen Lohn: Wer mit sechs Wurf die Platte räumte, ergatterte eine Tüte Gummibärchen. Sensationell der Coup von Melina, 6 Jahre alt, die mit drei Wurf abräumte.
Auch im Rosengarten verblüfften die Kleinen Wilden des montäglichen Bewegungstrainings des TVI mit ihrer Kreativität. Hannah, Anni, Ilse und Annika gaben sich nicht mit den Hüftschwüngen des klassischen Hula Hoop zufrieden, sie bewegten sich, Rio lässt grüßen, zu „Olympischen Ringen“ verbunden anmutig zwischen den Rosenbeeten. Später setzten sie dann noch eins drauf: Sie sammelten Rosenblätter, destillierten mit ein bisschen Wasser ihr eigenes Parfüm. Mit selbigem beglückten sie dann reihum die Festbesucher. 
„Brett- und Bewegungsspiele“ lautete das Motto des Events. Es war keine Überraschung, dass bei den Brettspielen Schach die Nummer 1 war. Illingen ist schließlich eine Hochburg des Jugendschachs, die U16 des SC Turm wurde letzte Saison Landesmeister. Der Großteil der siegreichen Mannschaft war im Rosengarten erschienen, unter ihnen der amtierende U16-Meister Luca Zimmer. Klar, dass es die jungen Anhänger des Königlichen Spiels nach ihren Abstechern zu den verschiedenen Spielstationen immer wieder schnell ans Schachbrett zog. Im Laufe des Nachmittags tauchten noch einige Verbandsspieler des SC Turm auf, die sich dem Turm-Nachwuchs bereitwillig als Sparringspartner zur Verfügung stellten.
Der Spiele-Nachmittag im Welschbacher Rosengarten, da waren sich alle Besucher einig, war rundum gelungen. Einer der Besucher war der Illinger Jugendpfleger Frank Schuppener. Er ist der Meinung, dass die Veranstaltung künftig zum Programm des  „Illinger Ferienpasses“ gehören sollte.


Weitere Fotos siehe Bilder, Spiele-Nachmittag

 


Festliches Jubiläum:  50 Jahre Kreisrosenschau

Sie hat sich bestens etabliert, die Parallel-Veranstaltung „Klingenden Gärten“ und Kreisrosenschau auf Finkenrech. Diesmal allerdings stand die Kreis-rosenschau im Vordergrund. Kein Wunder, schließlich feierte sie ihr 50. Jubiläum.
Birgit Müller-Closset, Bürgermeisterin von Eppelborn und neue Vorsitzende
des Kreis-Verbandes für Gartenbau und Landschaftspflege, konnte zur Eröffnung zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter gleich zwei Schirmherren: den Landrat Sören Meng und den Direktor der Sparkasse Neunkirchen, Dr. Sascha Ahnert. Die Gesellschaft  Deutscher Rosenfreunde schickte ihre Rosenbotschafterin Hanne Stauch. Frau Stauch fand lobende Worte für die Arbeit der Rosenfreunde im Kreis, aber auch für die Königin der Blumen selbst: „Rosen sind das Lächeln unserer Gärten“.  Die Rosenbot-schafterin gab ihrem Wunsch Ausdruck, dass die Begeisterung, die im Rosenkreis Neunkirchen für die Rose herrscht, auf die jüngere Generation übergeht.
Vier Vereine präsentierten
in den Schulungsräumen des Umweltzentrums Finkenrech in jeweils originellem Rahmen ihre Gestecke: die Rosenfreunde aus Illingen, Stennweiler, Welschbach und Wemmetsweiler. In Welschbach hatte man schon freitags die Rosen geschnitten, am Samstag wurden sie von Fleuristin Jutta Penth gesteckt. Harry Hoffmann, Vorsitzender des inzwischen aufgelösten Rosenvereins Hüttigweiler, hatte aus seinem Garten zahlreiche Prachtexemplare beigesteuert. Wolfgang Groß, Vorsitzender der Rosenfreunde Welschbach und 2. Vorsitzende des Verbandes, drehte in seinem Betrieb anderthalb Dutzend Vasen aus Edelstahl, fertigte außerdem eine Reihe kunstvoller Metallrosen. Prunkstück war eine große gebogene Platte aus Corten-Stahl, aus der eine Rose herausgelasert war. Alle teilnehmenden Vereine hatten sich viel Mühe gegeben, die Rosen in ansprechendem Ambiente zu präsentieren.
Auf einer fünfteiligen Stellwand hatte Wolfgang Meiser,
Vorsitzende des Illinger Obst-und Gartenbauvereins und Ehrenvorsitzender des Kreisverbandes, die Geschichte der Kreisrosenschau dokumentiert. Fünf Jahrzehnte lang hat er Artikel und Fotos akribisch gesammelt. Ihm ist eine beeindruckende Rückschau und Würdigung des Rosenkreises Neunkirchen gelungen.

Weitere Fotos siehe Bilder, Kreisrosenschau

 


Sie haben einen grünen Daumen: die US-Boys

Rosenfreund  Klaus Düppre hat über seinen Schwiegersohn Nick, Sergeant der  US Air Force, beste Kontakte zu den amerikanischen Soldaten in Ramstein. Nick half mit, dass der Wunsch des Männergesangvereins  Liederkranz in Erfüllung ging: Beim 110-jährigen Jubiläum des MGV kam es in der Welschbachhalle zum gefeierten  Auftritt der Jazz Ambassadors, einer bekannten  amerikanischen Big Band.
Nun rückte Nick wieder mit einem halben Dutzend seiner Landsleute an. Diesmal betätigten sich diese aber nicht als versierte Musikanten, sondern zeigten im Welschbacher Rosengarten ihr gärtnerisches Talent.  In einer Goodwill-Aktion halfen sie den Rosenfreunden beim Unkrautjäten und beim Freilegen der Beetplatten. Dies bedeutete eine willkommene Entlastung des Stamm-personals, das momentan viel zu tun hat. Schließlich steigt am 7. August das große Welschbacher Rosenfest, dann soll sich der Garten in seiner ganzen Pracht präsentieren.
Die Deutschen und die „Amis“ kamen bei der gemeinsamen Gartenarbeit bestens miteinander zurecht, hatten dabei viel Spaß. Beim krönenden Abschluss saßen alle später in fröhlicher Runde beisammen und genossen das Barbecue mit deutschen und amerikanischen Rostwürsten.

 


Land unter im Rosengarten

Anfang Juni kam die große Flut. Mit verzweifelten Anstrengungen versuchten die Rosenfreunde, Herr zu werden über das entstandene Chaos: große Erdmassen der Rosenbeete weggeschwemmt, Clubheim und Küche unter Wasser, auch die Schuppen geflutet. Solchen Schäden soll künftig vorgebeugt werden.


Eine Lösung des Problems ist in Sicht: Ein Stück des geplanten Rundwanderweges „Nach der Schicht“ soll an der Ostseite des Gartens, von der die Wassermassen kommen, vorbei geführt werden. In Verbindung mit diesem Weg wird ein Damm errichtet, der das Wasser vom Garten fernhalten wird.

 


Große Trauer um Ludwig Heintz

 Die Garten- und Rosenfreunde Welschbach trauern um ihren Ehrenvorsitzenden. Ludwig Heintz, die Seele des Vereins, verstarb nach langer und schwerer Krankheit am 1. Juni im Alter von 81 Jahren.
Ludwig Heintz trat 1972 in den damaligen Obst- und Gartenbauverein Welschbach ein. Als der Verein 1982 in „Garten- und Rosenfreunde Welschbach“ umbenannt wurde, war Ludwig Heintz Gründungsmitglied. 1999 erhielt er die Goldene Ehrennadel des Verbandes. Von 2006 bis 2008 war er  1. Vorsitzender, ab 2010 Ehrenvorsitzender seines Vereins.
Wegen seiner profunden Sachkenntnis und seines großen Engagements war Ludwig Heintz sehr geschätzt und beliebt. 34 Jahre lang hegte und pflegte er seinen Garten, auch noch in seinen letzten, von Krankheit überschatteten Lebensjahren.
Wegen des in Deutschland bestehenden Friedhofszwanges blieb es den Rosenfreunden versagt, den letzten Wunsch ihres Ehrenvorsitzenden zu  erfüllen:  Ludwig Heintz wollte, dass man seine Asche in „seinem“ Garten verstreut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An einem schönen Maientag im Rosengarten:

Alexander und Brigitte Weber mit Janosch,

daneben Ludwig Heintz und Josef Mark.

 

 


Buntes Treiben im Rosengarten

Sie sind ein Blickfang, die Persönlichkeiten des Rosengartens Welschbach: Papi Delbard lustwandelt mit der schönen Mitzouko, Charles de Gaulle hat ein Rendezvous mit Madame Figaro. Die Brüder Grimm haben die bezaubernde Monica in ihre Mitte genommen. Und der große William Shakespeare? Hat ein Date mit Lolita!
Sie alle überbieten sich, das Herz der Betrachter zu gewinnen. Prachtvolle Rosen, wohin man schaut, ein Meer von Farben.
Wenn  Sie Lust haben, das bunte Treiben zu genießen, wenn Sie die schönste Pflanze unseres Planeten bewundern und sich an ihrem Duft erfreuen wollen, dann kommen Sie doch einfach mal vorbei. Der Rosengarten Welschbach, mit seinen 4500 Quadratmetern neben dem Finkenrech der größte und attraktivste im Rosenkreis Neunkirchen, ist immer geöffnet, kostet keinen Eintritt.
Ein rundes Dutzend Heinzelmännchen und Heinzelfrauchen tut alles, damit es Papi Delbard, Shakespeare und Lolita an nichts mangelt,  die genannten Herrschaften legen schließlich Wert auf ein attraktives Ambiente. Deshalb wird eifrig gehackt und Unkraut gejätet, alles aus Holz gestrichen, die Grünflächen gemäht.  Dies geschieht natürlich auch im Hinblick auf das große Rosengartenfest am 7. August, für die Rosenfreunde Welschbach der Höhepunkt des Jahres.
 Vielleicht haben Sie Lust, ein wenig mitzuhelfen, so zwei bis drei Stunden die Woche? Darüber würden sich alle im Rosengarten Welschbach sehr freuen!

 
Fotos der oben genannten Rosen, aufgenommen in unserem Garten von Doris Haaß, siehe Bilder, Buntes Treiben...